Snapchat wächst und wächst und wächst, so auch im vergangenen Jahr.

Im Laufe des Jahres 2016 wurden Stimmen laut, welche von einer Stagnation bei der Social Media Plattform Snapchat sprachen. Allerdings hat sich auch sehr viel im vergangenen Jahr getan, so wurde Snapchat Stück für Stück zu einem vollwertigen Messenger à la WhatsApp oder dem Facebook Messenger ausgebaut, somit ist nebst Text, Bild und Video mittlerweile sogar das Telefonieren via Snapchat möglich. Auch sind die Inhalte, sprich Chats, Fotos sowie Videos nicht in allen Fällen nach 24 Stunden verschwunden, in den Chats lassen sich die Inhalte sehr wohl speichern. Auch wurde Snapchat um eine Memory-Funktion ergänzt wo die eigenen Snaps (Foto/Video) oder auch die zusammenhängenden Stories abgespeichert sowie gebackupt werden können.

Dinge die bei den Usern nicht so beliebt waren, wie beispielsweise die eingeführte Funktion das die Stories der einzelnen Nutzer, welchen man folgt und/oder mit denen man welchselseitig befreundet ist, automatisch hintereinander abgespielt werden. Mittlerweile ist es möglich wie vorher nur einzelne Stories zu betrachten oder mehrere selektiv auszuwählen, welche dann hintereinander abgespielt werden.

Nicht zu vergessen das Instagram, welches nun seit einiger Zeit zu Facebook gehört, nach und nach einige der Funktionen selbst implementiert hat, sprich von Snapchat kopiert. Zuerst die Einführung der eigenen Stories, mittlerweile auch mit Ortsangabe sowie Stickern. Inzwischen wurden ebenfalls Fotos/Videos als Direktnachrichten gegen Ende des vergangenen Jahres integriert, welche ebenfalls nur eine „Halbwertzeit“ von 24 Stunden haben. Dieses Kopieren der Funktionen von Snapchat durch Instagram war wiederum auf der Plattform sehr erfolgreich. Was nicht erfolgreich ist, wird bekannterweise auch nicht kopiert. Zudem hat vor wenigen Jahren der Mutterkonzern Facebook vergeblich versucht Snapchat zu übernehmen, das dürfte die ganze Zeit über der Unternehmensführung der sogenannte „Dorn im Auge“ gewesen sein.

Gegen Ende des vergangenen Jahres wurde ebenfalls erstmalig eigene Hardware in Form der Spectacles, einer „Datenbrille“ ähnlich Google Glass, vorgestellt. Die Spectacles scheinen gut bei den glücklichen Besitzern anzukommen wie die Reviews und Posts zeigen.

Die unten stehende Infografik von Delmondo (via SocialTimes) zeigt anschaulich die Entwicklung sowie das Wachstum von Snapchat in 2016 mit besonderem Augenmerk auch auf die Monetarisierungsmöglichkeiten der Plattform durch Werbetreibende:

Snapchat ist in aller Munde aber was ist das eigentlich und wie funktioniert das?

Snapchat LogoAktuell hat Snapchat was die Nutzerzahlen betrifft mit 150 Millionen Nutzern den Kurzennachrichtendienst Twitter mit derzeit 140 Millionen überholt. Wenn man dabei bedenkt das Twitter seit rund 10 Jahren besteht und Snapchat erst seit gut 5 Jahren ist das bemerkenswert. Gerade in den letzten 12 Monaten hat die Nutzerzahl von Snapchat ein exponentielles Wachstum hinter sich gebracht, keine Verlangsamung in Sicht bzw. eine Stagnation oder gar Abflachung der Wachstumskurve. Vor rund 3 Jahren, also erst 2 Jahre nach Gründung von Snapchat, hat Facebook versucht den Dienst zu übernehmen für 3 Milliarden US-Dollar, was von Gründerseite her abgelehnt wurde. Obwohl das Social Network Facebook das größte weltweit ist mit aktuell 1,65 Milliarden Nutzern hat Snapchat erstaunlicherweise was das Betrachten von Videos, sprich in Bezug auf die Videoaufrufe pro Tag, fast gleichgezogen mit den Videoaufrufen bei Facebook nach aktuellem Stand. Somit ist Snapchat das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk (und Messenger) welches zudem primär nur mit Apps für iOS und Android, also mobil genutzt werden kann.

Seit der letzten Woche als Snapchat weiteres frisches Kapital zur Finanzierung einsammeln konnte in Höhe von 1,8 Mrd. US-Dollar wird das Unternehmen jetzt insgesamt mit rund 20 Mrd. US-Dollar bewertet. Wenn man den mit am weistesten verbreiteten Messenger, sprich WhatsApp, welcher erst vor zwei Jahren von Facebook für rund 19 Mrd. US-Dollar gekauft wurde damit vergleicht, wird auch im Bereich der Messenger die Bedeutung von Snapchat ersichtlich. Aber was kann man jetzt eigentlich mit Snapchat machen und wozu ist es nützlich?

Nicht nur diese Frage sondern auch die Tatsache das die Apps für die beiden dominierenden mobilen Betriebssysteme nicht gerade intuitiv, also selbsterklärend sind, zudem sich primär Nutzer ab ca. 25+ damit schwer tun, macht den Einstieg nicht unbedingt leichter. Am einfachsten lässt sich ein leicht verständlicher Zugang in Form eines kurzen Erklärvideos finden welches die Möglichkeiten, Funktionen und Bedienung erläutert:

Das Erklärvideo von Philipp Steuer ist natürlich eine Einführung im Schnelldurchlauf, wer das Ganze gerne etwas ausführlicher hätte dem bietet er sein kostenloses eBook (als PDF) „Snap me if you can“ zum Download an.

Die Schlacht der Internetgiganten und was sie in Echtzeit umsetzen.

Was von den Grössen des Internets umgesetzt wird und ihren Reichtum mehrt ist schier unglaublich, vor allen Dingen auch in welcher Geschwindigkeit. Die interaktive Infografik der „Battle of the Internet Giants“ visualisiert den Cashflow in Echtzeit und den Screenshot der Infografik zeigt die Summen binnen nur einer Minute. Nebst den bekannten Unternehmen wie Apple, Microsoft, Skype, Netflix, Dropbox, Amazon und Google sowie weiteren sieht man in Bezug auf Facebook sowie Yahoo auch noch die Generierung des Geldflusses gesplittet nach Einnahmen via PC/Notebook sowie mobile, also mittels Smartphone oder Tablet. Man kann aus der Infografik bei einigen Unternehmen nicht nur den Umsatz im Sekundentakt ersehen sondern auch was unter dem Strich an Gewinn übrigbleibt.

Battle of the Internet Giants

Die Reiselust der Menschen und was man dabei alles erfährt.

Die Ferienzeit ist angebrochen und viele Menschen besuchen ihre Familie zur Weihnachtszeit oder fahren in Urlaub. Generell kann man über die Deutschen sagen sie wären ein reiselustiges Volk. Der Screenshot der unten stehenden interaktiven Infografik „Reisen in Echtzeit“ von GetYourGuide lässt den Betrachter in Echtzeit verfolgen wieviele Menschen aus oder nach Deutschland reisen, was wir dafür ausgeben und wie hoch die Tourismuseinnahmen im Sekundentakt in Deutschland sind. Ebenfalls einige ausgewählte Ziele der Reisenden und deren Besucherzahlen beispielsweise nach Berlin, München oder Bangkok sowie Besucher von Sehenswürdigkeiten wie dem Kölner Dom oder der Sagrada Familia, ebenso wie von Freizeitattraktionen wie dem Europa Park oder dem Disneyland in Paris lassen sich sekündlich verfolgen.

Kuriositäten wie viele Kilometer auf dem Jakobsweg in jeder Sekunde/Minute/Stunde zurückgelegt werden oder aber wieviel Geld im Trevi-Brunnen landet werden ebenfalls visualisiert. Natürlich reisen wir nicht wirklich zu Fuß und über Verspätungen der Deutschen Bahn oder aber verlorene Gepäckstücke darüber können viele Reisende klagen. Last but not least wird auch gerne auf Reisen und in Urlauben Alkoholisches zu sich genommen und inzwischen jede Menge Selfies geknipst, auch das kann man der interaktiven Grafik entnehmen.

Hinweis: Der Screenshot der Infografik ist was manche Zahlen betrifft etwas verzerrt da diese fortlaufend in Bewegung ist.

Reisen in Echtzeit

Das Internet schläft nie und gigantische Datenmengen werden pro Minute erzeugt.

Die Datenmengen welche via Up- und Downloads sowie dem Traffic als Ganzes im Internet generiert werden nehmen exponentiell zu. Als kleiner Vergleich bietet sich eine nicht ganz so umfangreiche Infografik von 2013 im Vergleich zu der ausführlicheren Stand 2015 an (siehe unten). Nebst der Visualisierung von einigen Services mehr in der unten stehenden Infografik waren auch vor zwei Jahren einige Dienste im Internet noch gar nicht so populär wie zum jetzigen Zeitpunkt, beispielsweise Tinder (Datingnetzwerk), Uber („private Taxifahrten“), Snapchat (Foto/Video als Stories via Messenger), oder aber existierten schlicht und ergreifend noch nicht wie z. B. Vine (Kurzvideoportal mit Videos von jeweils 6 Sekunden Länge in Dauerschleife). Wie man der Infografik entnehmen kann können auch neue Services, welche es noch nicht gab vor wenigen Jahren oder aber welche nicht die entsprechende Popularität hatten, binnen relativ kurzer Zeit immense Datenmengen erzeugen.

infographic